Etappe 39: Passau – Obernzell

20 km

995 km gesamt

Wegmarkierung: Donausteig

Ein Ruhetag in Passau, ein gutes Hotel und Zeit und Muße, am Ostersamstag die Altstadt zu besichtigen, einige Dinge zu kaufen und sich professionell von den Scharen japanischer und amerikanischer Touristen abzuheben. Die Altstadt von Passau ist wirklich sehenswert – so viele mittelalterliche Gebäude, Kirchen, enge Gäßchen und belebte Plätze, dass man sich wirklich wie in Italien fühlt. Auch ein Spaziergang zum Dreiflüsseeck darf nicht fehlen.

Aber heute früh ging es dann weiter. Unter heftigstem Osterglockengeläut, das mich weit aus der Stadt hinausgeleitete, überquerte ich erst die Donau, dann die Ilz und stieg steil bergan. Der Weg nahm endlich mal wieder Pfadcharakter an und führte durch dichten Wald. Es ging bergauf und bergab, noch mehr bergauf, wieder bergab und dann ganz doll bergauf, bis ich in Kellberg war und die König-Max-Höhe erklomm. Ziemlich zugig hier oben … hat das dem Allerdurchlauchtigsten wirklich so gut gefallen, wie auf dem Gedenkstein beschrieben? Wieder bergab nach Erlau, und eine Rast am Donauufer, bevor sich der Pfad noch einmal durch die Donauleiten hinaufwindet, um schließlich wieder nach Obernzell abzufallen.

Obernzell – 39 Etappen und fast 1000 km habe ich gebraucht, um Deutschland von West nach Südost zu durchqueren. Morgen, auf der 40. Etappe, knapp nach Kilometer 1000, werde ich die Staatsgrenze überqueren. Auch wenn Grenzen im modernen Europa keine Rolle mehr spielen, so hat dieser Schritt für mich auf jeden Fall Symbolcharakter.

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