Etappe 20: Maroldsweisach – Coburg

31 km (528 km gesamt)

Wegmarkierung: blaues Andreaskreuz (E3)

Den kleinen Ort Maroldsweisach konnte ich am nächsten Morgen auf zwei verschiedenen Wegen verlassen: Den E3-Markierungen folgend gleich mit einem Steilaufstieg auf den Zeilberg und dann auf Waldpfaden und -wegen in stetem Auf und Ab nach Altenstein, oder aber über die zum Radweg umgebaute Trasse der Eisenbahn bis nach Pfaffendorf, und dort erst steil hinauf nach Altenstein. Nachdem ich mich in dem kleinen Lebensmittelladen mit Proviant eingedeckt hatte, wählte ich letztere Variante, die nicht nur einiges an Höhenmetern sparte, sondern, wie ich in Altenstein feststellte, auch 3 km kürzer war. Das war mir angesichts der zuerst berechneten 33 km nach Coburg sehr recht.

Der Weg über den Bahndamm ging sehr zügig, der steile Aufstieg nach Altenstein mit sehenswerter Burg und Kirche brachte mich schnell zum Schwitzen, so dass ich oben erst einmal eine Rast machte und mir eine kalte Apfelschorle gönnte.

Weiter ging es durch Wald. Die Wege sind hier entweder asphaltiert / betoniert oder aber derart von Forstmaschinen und Traktoren zerfurcht und unwegsam, dass ein Vorankommen doch stark erschwert wird. Die Wallanlage, die auf Wegweisern angepriesen wurde, fand ich eher langweilig, dafür lockte mich der Hertasee, ein kleiner Waldsee mit kristallklarem Wasser, doch beinahe zu einem kurzen Bad.

Die Markierung mit dem blauen Andreaskreuz war nach wie vor sehr verlässlich und dicht, und führte mich aus dem Wald heraus, durch Unterelldorf und Hattersdorf an die Rodach, mit „nur“ 265 müNN mein tiefster Punkt in ganz Bayern. Weiter ging es, zur Abwechslung mal wieder über Betonplatten, an Neundorf vorbei zu den Tambacher Teichen und nach Tambach. Auf dem Schlosshof wurde derzeit ein großes Musikfestival vorbereitet. Hinter Tambach verläuft der E3 dann auf einer kleinen Fahrstraße, die allerdings wegen einer Vollsperrung der parallel verlaufenden Landstraße bis Altenhof recht stark befahren war. Hinter Altenhof wurde die Straße wieder recht ruhig und schlängelte sich durch einen Wiesengrund bis zur Knochenmühle. Durch ein kurzes Waldstück war die Lämmermühle und dann auch der erste Ortsteil von Coburg, Scheuerfeld, erreicht. Es folgte noch der unspektakuläre Abstieg in die Stadt, wo ich meine Eltern wieder traf. Da die Unterkünfte in Coburg entweder ausgebucht oder aber exorbitant teuer waren, hatten wir eine sehr schöne Herberge in Bad Staffelstein gewählt, wo wir auch den folgenden Tag verbrachten – für mich ein willkommener Ruhetag.

Zwei Sachen gibt es heute zu feiern. Zum einen den 500. Kilometer seit Lammersdorf in der Nähe von Voccawind auf der Bahntrasse, zum anderen das offizielle „Bergfest“: Der halbe Weg nach St.Florian ist bewältigt.

Etappe 20

Ein Gedanke zu „Etappe 20: Maroldsweisach – Coburg

  1. Bericht Eifeler Zeitung vom 14.07.2016 (Mitgl.freiw. Feuerwehr L`dorf)
    Wanderung (Pilgertour) Lammersdorf bis nach St. Florian/Österreich.
    Tolle Leistung, weiterhin viel Wander-Glück und vor allem SCHÖNES DAUER- WETTER!
    Viele Grüße an Jochen Frank,
    Egon Braun, aus der fernen Eifel ,21.07.2016

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